Devisen: Eurokurs legt nach schwachen US-Daten deutlich zu

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Donnerstag nach enttäuschenden US-Industriedaten deutlich gestiegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1186 US-Dollar gehandelt. Vor der Veröffentlichung der Daten hatte der Eurokurs noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1146 (Mittwoch: 1,1132) Dollar fest.
01.09.2016 16:52

Auch der Franken legte zum US-Dollar deutlich zu. USD/CHF wurde am späten Nachmittag noch zu 0,9809 gehandelt, nach 0,9846 zur Mittagszeit. EUR/CHF blieb entsprechend wenig bewegt und kosteste zuletzt 1,0973.

Die Stimmung in der US-Industrie hatte sich im August überraschend deutlich eingetrübt. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex ISM war auf den tiefsten Stand seit Januar gefallen. Zudem war der wichtige Indikator unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gerutscht. Er deutet jetzt eine leichte Schrumpfung der Industrieproduktion an. Die Daten haben Erwartungen an eine baldige Leitzinsanhebung in den USA gedämpft. Weitere Hinweise auf den Zustand der US-Wirtschaft wird der am Freitag anstehende Arbeitsmarktbericht liefern.

Das britische Pfund hat nach starken Daten aus der Industrie zu allen wichtigen Währungen deutlich zugelegt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hatte um 5,0 Punkte auf 53,3 Punkte zugelegt. Der viel beachtete Frühindikator befindet sich damit wieder über dem Niveau von vor dem Brexit-Votum und signalisiert eine wirtschaftliche Belebung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84050 (0,84806) GBP und 115,59 (115,01) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1309,50 (1309,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 050,00 (37 280,00) Euro.

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(AWP)