Devisen: Eurokurs legt nach Yellen-Rede deutlich zu

Der Kurs des Euro hat am Freitag nach einer Rede der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen deutlich zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg bis auf 1,1865 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang August. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1808 (Donnerstag: 1,1806) Dollar festgesetzt.
25.08.2017 17:04

Auch der Schweizer Franken hat sich zum Dollar verteuert. Derzeit kostet der "Greenback" 0,9584 CHF und ist damit unter die 0,96-Schwelle abgerutscht. Der Euro geht derweil mit 1,1372 CHF um, nach Kursen von über 1,1380 CHF in den Stunden davor.

Yellen hatte sich auf der Zentralbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole nicht zur aktuellen Geldpolitik geäussert. Sie machte lediglich Aussagen zur Regulierung der Finanzmärkte. Einige Anleger hatten offenbar auf Signale für weitere Leitzinsanhebungen spekuliert. Nachdem diese ausblieben, geriet der Dollar zu allen wichtigen Währung unter Druck. Nach Einschätzung von Paul Asworth, US-Analyst bei Capital Economics, könnte die bisher erwartete nächste Leitzinsanhebung im Dezember in Frage gestellt werden, falls der US-Kongress bei der Anhebung der Schuldenobergrenze zögere.

Um 21.00 Uhr MESZ wird auch noch EZB-Präsident Mario Draghi in Jackson Hole sprechen. Auch hier erwarten Experten eher keine konkreten Aussagen zur Geldpolitik. Marktbewegend könnten Aussagen zur Zukunft des milliardenschweren Anleihekaufprogramms und der Kursentwicklung des Euro sein.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92083 (0,92000) britische Pfund und 129,59 (129,06) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'285,30 (1'289,00) Dollar gefixt.

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(AWP)