Devisen: Eurokurs legt zu

Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittag mit 1,1024 US-Dollar gehandelt. Sie lag damit ein wenig höher als im frühen Handel.
17.09.2019 13:42

Der Franken schwächt sich derweil im Verlauf des Handels weiter ab. So verteuert sich der Euro auf 1,0963, nach 1,0941 am Vormittag und 1,0920 im führen Geschäft. Der US-Dollar legt auf 0,9948 von 0,9934 und 0,9916 zu.

Ein wenig gestützt wurde der Euro durch robuste Konjunkturdaten aus Deutschland. Nach vier Rückgängen in Folge haben sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im September wieder aufgehellt. Der Anstieg war zudem stärker als erwartet. Das ZEW verweist auf Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China.

"Allerdings waren Hoffnungen, insbesondere mit Blick auf den Handelskrieg, auf Sand gebaut", kommentierte Ökonom Marco Wagner von der Commerzbank. Man gehe davon aus, dass sich die deutsche Konjunktur auf absehbare Zeit weiter schwach entwickeln werde. "Mehr als eine Stagnation oder bestenfalls Magerwachstum wird es vorerst wohl nicht sein."

Schwächer notierte erneut das britische Pfund. Ein Durchbruch beim Thema Brexit zeichnet sich nicht ab. Die Gespräche des britischen Premierministers Boris Johnson am Montag in Luxemburg brachten keine Fortschritte. Johnson sorgte vielmehr für einen Eklat, als er die Pressekonferenz mit dem luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel wegen Gegendemonstranten platzen liess.

Am Nachmittag stehen in den USA noch Daten zur Industrieproduktion und dem Häusermarkt auf dem Kalender.

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(AWP)