Devisen: Eurokurs legt zu Dollar und Franken zu

Der Kurs des Euro hat am Mittwoch zugelegt. Zeitweise erreichte die Gemeinschaftswährung im Vormittagshandel ein Tageshoch bei 1,1770 US-Dollar. Im Mittagshandel wurde sie wieder ein Stück weit tiefer bei 1,1749 Dollar gehandelt.
29.07.2020 13:06

Zum Franken bewegte sich der Dollar dagegen seitwärts. Aktuell notiert das USD/CHF-Währungspaar bei 0,9167, im Tief waren es 0,9141. Dies war erneut ein neues Jaherstief bzw. ein neuer Tiefststand seit Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB im Januar 2015. Der EUR/CHF-Kurs zeigte sich derweil gegenüber dem Morgen und dem Vorabend wieder etwas höher - zuletzt lag der Kurs bei 1,0771.

Damit näherte sich der Euro wieder dem Höchstkurs seit September 2018, der am Montag bei 1,1781 Dollar erreicht worden war. Erneut sorgte eine breitangelegte Dollar-Schwäche für Auftrieb beim Euro. Unter anderem wird der Dollar durch die vergleichsweise hohe Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA belastet. Ausserdem verwiesen Marktbeobachter auf zuletzt enttäuschende US-Konjunkturdaten. Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich die Stimmung der Verbraucher im Juli unerwartet stark eingetrübt hatte.

Bei den am Abend erwarteten Beschlüssen der Fed-Zinssitzung wird am Markt nicht mit einer Änderung der Geldpolitik gerechnet. Nach Einschätzung der Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank dürfte Notenbankpräsident Jerome Powell nach der Zinssitzung erneut klarstellen, dass die Fed bereit sei, notfalls mit einer noch expansiveren Geldpolitik auf die Folgen der Corona-Krise zu reagieren. "Grundsätzlich kein positiver Aspekt für den Dollar", sagte Praefcke.

jkr/fba/pre/jl

(AWP)

 
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