Devisen: Eurokurs leidet unter steigenden Chancen für US-Steuerreform

Die gestiegene Wahrscheinlichkeit einer US-Steuerreform hat den Eurokurs am Freitag sichtbar belastet. Als weiterer Belastungsfaktor erwiesen sich robuste Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt. Im New Yorker Handel sank die Gemeinschaftswährung auf 1,1780 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1818 (Donnerstag: 1,1834) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8462 (0,8450) Euro gekostet.
20.10.2017 21:24

Der Schweizer Franken hat sich am Abend leicht abgeschwächt. Der Euro pendelt aktuell um die Markt von 1,16 CHF, er wird momentan zu 1,1599 gehandelt, nach 1,1593 CHF am späten Nachmittag. Der US-Dollar hat sich auf 0,9848 von 0,9826 verteuert.

Am Donnerstagabend hatte der US-Senat einen Haushaltsentwurf verabschiedet und damit eine Hürde für die von Präsident Donald Trump geplante Steuerreform aus dem Weg geräumt: 51 Senatoren stimmten für den Entwurf, 49 waren dagegen. Trump hatte bei seinen Plänen für eine Steuerreform immense Erleichterungen vor allem für Unternehmen versprochen. Der Höchstsatz für Unternehmenssteuern soll von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken.

Dazu waren die Verkäufe bestehender Häuser im September überraschend gestiegen, wie die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) mitteilte. Erwartet worden war hingegen ein Rückgang.

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(AWP)