Devisen: Eurokurs mit Berg- und Talfahrt

Der Eurokurs hat am Mittwoch eine kleine Berg- und Talfahrt hingelegt. Zwischenzeitliche Verluste wurden bis zum späten Nachmittag fast vollständig wettgemacht. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1071 US-Dollar und damit etwas weniger als am frühen Morgen. Auch zum Schweizer Franken legte der Euro zu und kletterte bis auf 1,0992 Franken nahe an die Marke von 1,10. Der Dollar kostet derweil 0,9932 Franken.
20.11.2019 17:25

Das Euro-Franken Währungspaar versuche sich nach wie vor von den im Spätsommer gesetzten Jahrestiefstkursen zu erholen, schreibt ein Chartanalyst. Dabei habe es in den vergangenen Wochen immer auch wieder Rückschläge gegeben. Dies sei jedoch ein positives Signal für weitere Erholungsschritte, auch wenn nicht mit einem Durchmarsch nach oben gerechnet werden könne.

Der amerikanische Dollar erhielt derweil am Mittwoch zum Eurokurs zeitweise deutlichen Auftrieb durch Nachrichten zum politischen Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und China. Zum einen wurde auf neuerliche Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit verwiesen. Zum anderen nannten Marktteilnehmer einen Beschluss des amerikanischen Senats zu den Ausschreitungen in Hongkong, der auf chinesischer Seite Verärgerung hervorrief. Eine Einigung im Handelsstreit werde dadurch erschwert, lautete ein Argument.

Der Dollar profitierte von dieser Unsicherheit aufgrund seines Status einer faktischen Reservewährung, in die sich Anleger in unwägbaren Zeiten oftmals flüchten. Allerdings hielt die Kursbewegung nicht an. Als Grund für den am Nachmittag wieder nachgebenden Dollar wurden unter anderem Gewinnmitnahmen genannt. Wichtige Konjunkturdaten wurden zur Wochenmitte nicht veröffentlicht.

Am Abend dürften sich die Blicke auf die US-Geldpolitik richten. Die amerikanische Notenbank veröffentlicht die Mitschrift zu ihrer jüngsten Zinssitzung. Die Fed hatte Ende Oktober ihren Leitzins zum dritten Mal in diesem Jahr verringert und zudem angedeutet, das Zinsniveau bis auf weiteres stabil zu halten. US-Präsident Trump fordert dagegen starke Zinssenkungen, um die Wirtschaft anzuschieben.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1'471 Dollar gehandelt. Das war knapp ein Dollar weniger als am Vortag.

bgf/jsl/he/mk

(AWP)

 

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