Devisen: Eurokurs nach starken US-Arbeitsmarktdaten weiter unter Druck

NEW YORK (awp international) - Nach den robusten Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten ist der Eurokurs am Freitag auch im US-Handel unter Druck geblieben. Im europäischen Handel war die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,1046 US-Dollar abgerutscht. Danach rappelte sie sich zwar wieder etwas auf, notierte aber mit zuletzt 1,1091 Dollar weiter unter der Marke von 1,11 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs noch deutlich höher auf 1,1156 (Donnerstag: 1,1136) Dollar festgesetzt.
05.08.2016 21:05

Auch der Franken büsste nach den US-Zahlen deutlich an Wert ein zum Dollar. USD/CHF stieg vorübergehend um rund 1 Rappen auf bis 0,9831, um danach wieder auf aktuell 0,9797 zurückzufallen. EUR/CHF notiert derweil am späten Abend bei 1,0867 nach 1,0843 am frühen Morgen.

Den entscheidenden Impuls am Devisenmarkt hatte der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Juli geliefert. Bereits zum zweiten Mal in Folge war die Zahl der Beschäftigten viel stärker als erwartet gestiegen. Ausserhalb der Landwirtschaft kamen nach Angaben des Arbeitsministeriums 255 000 Beschäftigte hinzu. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 180 000 Stellen gerechnet.

"Die Unternehmen blicken nach wie vor optimistisch in die Zukunft, sonst würden sie nicht so viele neue Stellen schaffen", kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die Daten. Trotz der starken Entwicklung am Arbeitsmarkt rechnen die meisten Experten aber weiterhin nicht mit einer baldigen Zinserhöhung in den USA.

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(AWP)