Devisen: Eurokurs nach US-Leitzinsentscheid nur kurz unter Druck

Der Eurokurs hat im US-Handel am Mittwoch nur kurz negativ auf die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) reagiert. Die Gemeinschaftswährung sackte zunächst auf ihr Tagestief von 1,1726 Dollar ab, bevor sie sich wieder erholte und zuletzt 1,1780 Dollar kostete. Damit notierte der Euro wieder in etwa auf dem Niveau kurz vor der Leitzinsentscheidung.
13.06.2018 21:21

Zum Franken kletterte der Euro am Abend wieder über die Schwelle von 1,16; aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,1517 Franken. Derweil bewegte sich das Dollar-Franken-Währungspaar während des europäischen Handels um die Schwelle von 0,9850 Franken. Derzeit geht der Dollar zu 0,9860 Franken um.

Die Fed hatte den Leitzins zwar wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent angehoben, aber zugleich deutlich gemacht, dass im laufenden Jahr das Tempo der Zinserhöhungen erhöht werden könnte. Wie aus neuen Zinsprognosen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hervorgeht, werden in diesem Jahr insgesamt vier Zinsanhebungen erwartet. Höhere Zinsen in den USA machen den Dollar tendenziell attraktiver, was im Gegenzug den Euro belastet.

Unter neuem Druck stand dagegen die türkische Lira. Im Handel mit dem Euro verlor die Währung rund 1,5 Prozent an Wert, gegenüber dem US-Dollar waren es 1,1 Prozent. Am Markt wurde die hohe Unsicherheit über den Ausgang der Parlaments- und Präsidentschaftswahl in der Türkei genannt, die in eineinhalb Wochen stattfindet.

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(AWP)