Devisen: Eurokurs nach US-Verbraucherpreisen unter Druck

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Dienstag unter die Marke von 1,10 US-Dollar gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0983 Dollar. Am frühen Nachmittag hatte der Eurokurs noch über der Marke von 1,10 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0993 (Montag: 1,0994) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9097 (0,9096) Euro.
18.10.2016 17:04

Der Schweizer Franken hat sich zum US-Dollar am Nachmittag leicht abgeschwächt. Dieser kostet derzeit 0,9913 CHF nach 0,9879 am frühen Nachmittag. Der Euro hat sich dagegen auf 1,0879 CHF von 1,0885 leicht verbilligt.

Die in den USA im September merklich gestiegenen Verbraucherpreise gaben dem Dollar Auftrieb. Die Jahresinflationsrate war im September auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren gestiegen. Die Rate war von 1,1 Prozent im Vormonat auf 1,5 Prozent geklettert. Allerdings war der Anstieg von Ökonomen so erwartet worden. Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, war hingegen leicht zurückgegangen.

"Es wird aber deutlich, dass der dämpfende Effekt der Ölpreisrückgänge allmählich nachlässt", schreibt Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Dies werde vor allem zur Jahreswende der Fall sein, sollten die Ölnotierungen bis dahin nicht wieder deutlich fallen. "Die Inflationsentwicklung steht einer Leitzinserhöhung noch in diesem Jahr nicht entgegen", so Wortberg. Am Markt wird eine Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank für den Dezember erwartet. Steigende Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89565 (0,90485) britische Pfund, 114,37 (114,46) japanische Yen und 1,0886 (1,0872) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1261,65 (1254,80) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 210,00 (36 020,00) Euro./jsl/la/he

(AWP)