Devisen: Eurokurs rutscht im New Yorker Handel deutlich unter 1,10 US-Dollar

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist am Freitag im New Yorker Handel deutlich unter 1,10 US-Dollar gerutscht. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,0968 Dollar so wenig wie zuletzt Ende Juni - sie war schon vor der Schiesserei an einem Einkaufszentrum in München im Vergleich zum späten europäischen Nachmittagshandel etwas abgerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1014 (Donnerstag: 1,1015) US-Dollar festgesetzt.
22.07.2016 21:43

Zum Schweizer Franken ist der Euro ebenfalls leicht abgerutscht, und zwar auf 1,0837 CHF nach Kursen von 1,0850 CHF und mehr. Der Dollar geht derweil mit 0,9880 CHF mehr oder weniger auf dem Stand vom späten Nachmittag um.

Konjunkturdaten hatten den Eurokurs vergleichsweise wenig bewegt. Im Euroraum hatte sich der vom Marktforschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex zwar leicht eingetrübt, allerdings weniger als erwartet. Der Eurokurs profitierte jedoch nur kurzzeitig von den Daten. Am Nachmittag geriet die Gemeinschaftswährung dann leicht unter Druck, nachdem robuste Konjunkturdaten aus der US-Industrie belastet hatten.

Deutlich bergab ging es beim Britischen Pfund, das zuletzt bei 1,3108 Dollar notierte. Die Landeswährung litt darunter, dass der heimische Einkaufsmanagerindex auf den tiefsten Stand seit der jüngsten Finanzkrise gefallen war. Zudem ist laut Volkswirten die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Bank of England bald die Zinsen senken wird.

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(AWP)