Devisen: Eurokurs sinkt - Dollar-Stärke belastet auch Franken

Der Euro ist am Montag gefallen. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung im frühen Handel zunächst auf dem Niveau vom Freitagabend gehalten hatte, rutschte der Kurs am Vormittag auf ein Tagestief bei 1,1111 US-Dollar ab (letzter Kurs 1,1115).
26.08.2019 11:19

Auch der Franken büsste zum US-Dollar etwas an Wert ein. Das USD/CHF-Währungspaat notierte zuletzt bei 0,9786 nach 0,9750 am Morgen. EUR/CHF bewegte sich entsprechend wenig und wurde zum Berichtszeitpunkt bei 1,0877 gehandelt.

Der Euro wurde am Vormittag von einer Dollar-Stärke belastet. Nach der jüngsten Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China deutete sich zum Wochenauftakt wieder etwas Entspannung an. Beide Länder werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump "sehr bald" neue Verhandlungen aufnehmen. Die chinesische Seite sei sehr an einem Abkommen interessiert, sagte Trump am Montag am Rande des G7-Gipfels der grossen Industrienationen im französischen Biarritz.

Mit den Trump-Aussagen machte der Dollar wieder einen Teil der Kursverluste vom vergangenen Freitag wett, als er nach der jüngsten Zuspitzung des Konflikts deutlich unter Druck geraten war. Nachdem Chinas Regierung am Freitag neue Strafzölle auf US-Einfuhren ankündigt hatte, holte US-Präsident Donald Trump sofort zum Gegenschlag aus und kündigte ebenfalls höhere Strafzölle auf Importe aus China an.

Konjunkturdaten traten hingegen etwas in den Hintergrund. Ein unerwartet starker Rückgang des Ifo-Geschäfsklimas für Deutschland konnte den Euro am Vormittag nicht weiter belasten. Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Wirtschaftsdaten aus den USA noch für Impulse sorgen. Auf dem Programm stehen am Nachmittag Kennzahlen zum Auftragseingang in der amerikanischen Wirtschaft.

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(AWP)