Devisen: Eurokurs steigt auf höchsten Stand seit Brexit-Votum

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag seine Kursgewinne der vergangenen Handelstage ausgebaut. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1330 Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,1339 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit dem Kursrutsch unmittelbar nach dem Brexit-Votum.
18.08.2016 17:13

Zum Franken zeigt sich der US-Dollar bei einem Stand von 0,9577 CHF ebenfalls etwas schwächer als am Mittag mit 0,9582 CHF. Der Euro tendiert derweil mit 1,0849 kaum verändert zum Franken.

Händler sprechen von einem auf breiter Front schwachen Dollar. Am Markt wird die Kursentwicklung mit dem am Mittwochabend veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank begründet. Demnach besteht in den Reihen der amerikanischen Währungshüter keine Einigkeit über den künftigen geldpolitischen Kurs. Der US-Notenbanker William Dudley gab in einer Rede am Donnerstag keine weiteren Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. Am Dienstag hatte Dudley in einem Fernsehinterview die kommende Sitzung im September als möglichen Termin bezeichnet.

Eine abwartende Haltung nimmt derzeit auch die EZB ein. In dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der Notenbank hiess es, man brauche noch Zeit, um die Folgen des Brexit-Votums für ihre Geldpolitik bewerten zu können. Demnach erachteten es die 25 Mitglieder des Zentralbankrats als "verfrüht", die Auswirkungen auf ihre Geldpolitik bewerten zu können. Ähnlich hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi nach der Sitzung am 21. Juli geäussert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86073 (0,86640) britische Pfund , 113,60 (113,53) japanische Yen und 1,0853 (1,0863) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1350,05 (1343,35) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 640,00 (37 610,00) Euro./tos/jkr/he

(AWP)