Devisen: Eurokurs steigt - Franken weiter auf Talfahrt

Der Kurs des Euro ist am Freitag gestiegen. Im Mittagshandel wurde die Gemeinschaftswährung wieder über der Marke von 1,17 USD bei zuletzt 1,1705 gehandelt. Der Euro hat damit den jüngsten Höhenflug wieder aufgenommen, der ihn am Donnerstag zeitweise bis auf 1,1777 USD steigen liess und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2015.
28.07.2017 13:17

Auch zum Franken setzte der Euro am Freitagvormittag die Aufwärtsbewegung der letzten Tage fort. Zwischenzeitlich wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1381 CHF gehandelt, was dem höchsten Kurs seit der Aufhebung der Mindestgrenze durch die SNB entspricht. Laut Experten von der Commerzbank und BayernLB sei es nicht auszuschliessen, dass die Schweizerische Nationalbank die Franken-Abschwächung durch kleinere Interventionen angekurbelt hat. Stichhaltige Gründe für die Franken-Schwäche würden auf jeden Fall fehlen, so die Experten. Zuletzt stand der Kurs bei 1,1354 CHF.

Der US-Dollar legte zum Franken ebenfalls weiter zu und kratzt an der Marke von 0,97 CHF. Er geht am Mittag bei 0,9699 CHF um.

Gestützt wurde der Euro durch Konjunkturdaten aus der Eurozone, die weiter auf einen robusten Aufschwung hindeuten. Demnach bleiben die wichtigen Euro-Länder Frankreich und Spanien auf Wachstumskurs. Spanien verzeichnete in den Monaten April bis Juni das stärkste Wirtschaftswachstum seit dem dritten Quartal 2015, also seit fast zwei Jahren.

Rückenwind für den Euro gab es am Morgen auch aus der US-Politik. Erneut ist in Washington ein Versuch gescheitert, die Krankenversicherung neu zu organisieren. Das Ergebnis ist eine herbe Niederlage für die republikanische Parteiführung und für US-Präsident Donald Trump. Am Devisenmarkt wird immer weniger mit der Umsetzung von Wahlversprechen wie zum Beispiel einer Steuerreform gerechnet. Dies belastet den Dollar und sorgt im Gegenzug für Auftrieb beim Euro.

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(AWP)