Devisen: Eurokurs steigt leicht - Franken nach SNB nur kurz bewegt

Der Euro ist am Donnerstag leicht gestiegen. Im Vormittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1904 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.
14.09.2017 10:12

Zum Franken gab es direkt nach der SNB-Zinsentscheidung kurze Ausschläge in beide Richtungen, per Saldo reagierte das Währungspaar aber kaum - und das, obwohl die Währungshüter ihre Wortwahl bezüglich der Frankenbewertung leicht abgeschwächt haben.

Der Schweizer Franken sei "weiterhin hoch bewertet", so die Notenbanker. Zuletzt war stets von einem "deutlich überbewerteten" Franken die Rede gewesen. Die Leitzinsen blieben wie erwartet unverändert. Zuletzt wurden für einen Euro 1,1486 nach zuvor 1,1456 CHF bezahlt. Der Dollar rangiert unverändert bei 0,9648 CHF.

Seit Mittwochnachmittag aber hat der amerikanische Dollar erheblichen Rückenwind. Auslöser waren Preisdaten aus den Unternehmen, die als Vorstufe zur Inflation auf Verbraucherebene gelten. Die Herstellerpreise hatten im August spürbar angezogen. An diesem Donnerstag werden die Konsumentenpreise veröffentlicht, an denen die US-Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet. Die nach wie vor verhaltene Inflation gilt als grösster Hemmschuh für eine rasche Straffung der amerikanischen Geldpolitik.

Die Commerzbank begründet die jüngste Dollarstärke zudem mit gestiegenen Chancen für eine baldige Steuerreform in den USA. Die Steuerreform könne aus heutiger Sicht früher kommen als sich die meisten Beobachter noch im Frühsommer vorstellen konnten, kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann. Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hatten Hoffnungen auf eine Steuerreform den Dollar zunächst beflügelt. Diese Hoffnungen sind jedoch bisher nicht erfüllt worden. Laut Leuchtmann ist aber auch jetzt noch nicht klar, ob es tatsächlich zu einem Kompromiss im Kongress kommt.

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(AWP)