Devisen: Eurokurs steigt leicht vor Fed-Entscheidungen

Der Euro ist am Mittwoch vor geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank Fed und dem Ausgang der Parlamentswahl in den Niederlanden bis am Mittag zum US-Dollar im Vergleich zum Vorabend etwas gestiegen. Im Mittagshandel notiert die Gemeinschaftswährung mit 1,0623 USD allerdings wieder ganz leicht tiefer als noch am Morgen mit 1,0627 CHF.
15.03.2017 13:12

Zum Schweizer Franken zeigt sich der Euro bisher stabil und notiert mit 1,0718 CHF etwa auf dem Niveau vom Vorabend. Der Dollar zum Franken konnte seit dem Morgen zwar auf 1,0090 von 1,0079 CHF zulegen, notiert aber immer noch unter den 1,0102 CHF vom Vorabend.

Am Devisenmarkt spielen die geldpolitische Beschlüsse der Fed eine grosse Rolle, die am Abend veröffentlichen werden sollen. Eine erneute Zinserhöhung in den USA gilt als sicher. Für die weitere Entwicklung der Kurse am Devisenmarkt werden Hinweise aus der US-Notenbank entscheidend sein, mit wie vielen Zinserhöhungen in diesem Jahr zu rechnen ist, sagte Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

Bisher liegt der Mittelwert der von den US-Notenbankern prognostizierten Zinserhöhungen für dieses Jahr bei drei Zinsschritten. Sollte sich die Prognose nach oben verschieben, rechnet Thu Lan Nguyen mit Auftrieb beim Dollar und im Gegenzug mit Kursverlusten beim Euro.

Der Kurs des britischen Pfund stand zuletzt bei 1,2189 USD und damit etwas höher als am Vorabend. Ein überraschender Rückgang der Arbeitslosenquote in Grossbritannien auf 4,7% und damit auf den niedrigsten Stand seit 1975 konnte dem Pfund am Vormittag keinen Auftrieb geben.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ging am Morgen für das Währungspaar EUR/CHF von einer Seitwärtsbewegung aus. Der Franken stehe zwar weiterhin unter Aufwärtsdruck, die Schweizer Nationalbank greife aber stabilisieren ein. Für den Dollar zum Franken ging die ZKB von einer Aufwärtstendenz aus. Mögliche fiskalische US-Massnahmen stützten derzeit den Dollar.

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(AWP)