Devisen: Eurokurs steigt nach schwachen US-Konjunkturdaten deutlich

FRANKFURT (awp international) - Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben den Eurokurs am Donnerstag beflügelt. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg zwischenzeitlich bis auf fast 1,05 US-Dollar. Zuletzt wurde sie mit 1,0464 Dollar notiert.
22.12.2016 17:00

Zum Franken zeigt sich der Euro aktuell bei einem Stand von 1,0724 nach 1,0706 CHF am Mittag ebebfalls gut behauptet. Gleichzeitig ist der US-Dollar zum Franken stabil und kostet mit 1,0247 CHF etwas mehr als im Tagesverlauf.

Am Nachmittag profitierte der Eurokurs von enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA. So blieb die Entwicklung der Einkommen und der Ausgaben der privaten Haushalte hinter den Erwartungen zurück. Die Inflation hatte sich zudem schwächer entwickelt als erwartet. Dies könnte den Druck auf die US-Notenbank Fed mindern, die Zinsen weiter anzuheben.

In der Eurozone scheint der Inflationsdruck hingegen anzuziehen. So waren die Einfuhrpreise in Deutschland im November erstmals seit vier Jahren im Jahresvergleich wieder gestiegen. Sollten jetzt auch die Verbraucherpreise in der Eurozone stärker anziehen, dann könnte dies den Druck auf die EZB erhöhen, über einen Ausstieg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik nachzudenken. Entsprechende Spekulationen könnten den Eurokurs stützten. Bisher will die Notenbank ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm aber bis mindestens Ende 2017 fortführen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0444 (Mittwoch: 1,0421) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9575 (0,9596) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84645 (0,84240) britische Pfund, 122,86 (122,31) japanische Yen und 1,0706 (1,0689) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1131,35 (1133,65) Dollar gefixt.

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(AWP)