Devisen: Eurokurs steigt über 1,13 US-Dollar - höchster Stand seit Brexit-Schock

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs hat am Dienstag von einer allgemeinen Schwäche des US-Dollars profitiert und deutlich zugelegt. Zeitweise kletterte die Gemeinschaftswährung über 1,13 Dollar und erreichte bei 1,1323 Dollar den höchsten Stand seit den schweren Verwerfungen an den Finanzmärkten unmittelbar nach dem Brexit-Votum in Grossbritannien am 23. Juni. Im Nachmittagshandel fiel der Eurokurs aber wieder auf 1,1265 Dollar zurück.
16.08.2016 16:47

Der US-Dollar stand nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen erheblich unter Druck. So wertete der "Greenback" zum Schweizer Franken im Nachmittagshandel bis auf 0,9589 ab. Aktuell tendiert das USD/CHF-Paar wieder bei 0,9627. Besonders stark profitierte der japanische Yen, der erstmals seit dem Brexit-Votum die Marke von 100 Yen je Dollar durchbrach. Händler begründeten die Dollar-Schwäche mit rückläufigen Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed.

Zuletzt waren Konjunkturdaten aus den USA eher durchwachsen ausgefallen und dämpften die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA. Am Nachmittag hatten neue Daten zur Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise die Spekulation auf einen späten Zinsschritt verstärkt. Im Juli hatte sich die Inflation überraschend abgeschwächt. Aussagen des einflussreichen US-Notenbankers William Dudley, der eine baldige Zinserhöhung im September nach wie vor für möglich hält, konnten den Dollar am Nachmittag nur etwas stützen und den Euro im Gegenzug leicht bremsen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87060 (0,86677) britische Pfund, 112,74 (112,97) japanische Yen und 1,0849 (1,0893) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1344,00 (1339,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 790,00 (37 830,00) Euro.

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(AWP)