Devisen: Eurokurs steigt zum Dollar leicht - Zum Franken seitwärts

Der Euro hat am Dienstag zugelegt. Am Mittag lag die Gemeinschaftswährung bei 1,0625 US-Dollar, nachdem sie in der vergangenen Nacht noch mit Kursen knapp unter 1,06 Dollar gehandelt worden war. Zum Franken zeigt sich der Euro derweil wenig verändert.
14.02.2017 14:44

Ein Euro kostet am Dienstagmittag mit 1,0667 CHF nur unwesentlich mehr als am Morgen. Die politische Diskussionen in der Eurozone über Reformfortschritte Griechenlands, die Präsidentschaftswahlen Frankreich sowie vorgezogene Neuwahlen in Italien hätten dem Franken in den letzten Tagen erneut Auftrieb verliehen, schreibt die ZKB. Für die nächsten Wochen und Monate erwartet das Institut aber eine Seitwärtsbewegung des EUR/CHF-Kurses. Der US-Dollar wird derweil mit 1,0038 CHF nach 1,0050 CHF am Morgen auch zum Franken etwas tiefer gehandelt.

Derweil zeigten Konjunkturdaten aus Europa ein durchzogenes Bild. In der Schweiz sind die Konsumentenpreise sind im Januar im Vergleich zum Vormonat zwar stabil geblieben; erstmals seit August 2014 jedoch liegt die Jahresteuerung mit plus 0,3% wieder im positiven Bereich.

Ein etwas schwächer als erwartetes Wachstum der Wirtschaft im Euroraum konnte den Kurs der Gemeinschaftswährung nicht drücken. Im vierten Quartal 2016 hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut einer zweiten Schätzung des Statistikamts Eurostat um 0,4% zum Vorquartal zugelegt. In einer ersten Schätzung hatte Eurostat noch einen Anstieg um 0,5% gemeldet und Experten hatten eine Bestätigung erwartet. Auch in Deutschland ist das Wirtschaftswachstum schwächer als erwartet ausgefallen.

Zudem hat die gestiegene politische Unsicherheit die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten belastet. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist im Februar um 6,2 Punkte auf 10,4 Zähler gefallen. Auch dies konnte dem Euro aber nichts anhaben.

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(AWP)