Devisen: Eurokurs trotz starker Konjunkturdaten schwächer - EUR/CHF seitwärts

Der Kurs des Euro ist am Dienstag trotz starker Konjunkturdaten aus der Eurozone deutlich unter die Marke von 1,06 US-Dollar gefallen. Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0535 Dollar und damit fast einen Cent weniger als in der vergangenen Nacht. Zum Franken bewegte sich der Euro wenig und kostet mit 1,0637 CHF etwa gleich viel wie gestern Abend. Der US-Dollar wird derweil mit 1,0097 CHF in unmittelbarer Nähe der Marke von 1,01 gehandelt.
21.02.2017 17:06

Marktbeobachter sprachen von einer allgemeinen Dollar-Stärke, nachdem es zuletzt Hinweise auf eine mögliche schnelle Zinserhöhung in den USA gegeben hatte. Nach Einschätzung des US-Währungshüters Patrick Harker ist eine Anhebung des Leitzinses im März "noch nicht vom Tisch". "Wir müssen zunächst abwarten, wie sich die Dinge in den kommenden Wochen entwickeln", sagte das stimmmberechtigte Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der US-Notenbank Fed.

Commerzbank-Expertin Esther Reichelt relativierte aber die Aussagen. Harker sei als "Falke" bekannt, also als Befürworter einer eher straffen Geldpolitik. "Seine Meinung spiegelt wohl nicht den Konsens der Fed wider", sagte Reichelt. Dennoch konnten in diesem Umfeld starke Konjunkturdaten aus der Eurozone den Euro nicht stützen. Ein Indikator für die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone war im Februar auf den höchsten Stand seit fast sechs Jahren gestiegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84860 (0,85145) britische Pfund und 119,77 (120,11) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'233,20 (1'237,30) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'571,00 (37'569,00) Euro.

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(AWP)