Devisen: Eurokurs über 1,09 US-Dollar - Britisches Pfund erholt sich

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Mittwoch leicht - auf knapp über 1,09 US-Dollar - gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0914 Dollar gehandelt, wobei die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0925 (Dienstag: 1,0872) Dollar festgesetzt hatte.
26.10.2016 17:16

Auch der Franken legte gegenüber Dollar etwas zu: USD/CHF notierte am späten Nachmittag bei 0,9933 nach 0,9969 am Vorabend. EUR/CHF wurde derweil bei knapp 1,0840 gegenüber rund 1,0830 gehandelt.

"Für die Kursgewinne des Euro gab es keinen wirklichen Grund", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Vielmehr ist der Handel derzeit sehr dünn, was zu grösseren Kursausschlägen führt." Aktuell fehlten dem Markt beim Euro-Dollar-Kurs klare Impulse. "Der Wahlkampf in den USA ist kaum noch ein Thema am Devisenmarkt", sagte Praefcke. Die Märkte gingen mittlerweile aufgrund der Umfragen von einem Wahlsieg von Hillary Clinton aus.

Das britische Pfund erholte sich von seinen deutlichen Vortagsverlusten. Die britische Währung sollte laut Praefcke jedoch weiter im Fokus der Devisenmärkte bleiben. Es gebe nach wie vor sehr viel Unsicherheit darüber wie der Austritt von Grossbritannien aus der Europäischen Union aussehen könnte. "Es sind zuletzt stärker die politischen Probleme mit Schottland und Nordirland in den Blick gerückt", sagte Praefcke. Es sei zudem unklar, ob Mark Carney Gouverneur der Bank of England bleibe. Auch der Franken verlor etwas zum Pfung, und zwar auf 1,2146 von 1,2096 am Morgen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89465 (0,88998) GBP und 113,97 (113,65) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'270,50 (1'269,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete wie schon am Vortag 36'860,00 EUR./jsl/jkr/he

(AWP)