Devisen: Eurokurs um 1,19 US-Dollar - Franken nach BIP-Daten unter Druck

Der Eurokurs hat sich am Dienstag um die Marke von 1,19 US-Dollar bewegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Mittagshandel mit 1,1894 US-Dollar gehandelt.
05.09.2017 13:22

Unter Druck geraten zum Euro ist der Schweizer Franken. Die Wirtschaftsleistung der Schweiz ist im zweiten Quartal nur um 0,3% zum Vorquartal gewachsen. Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs von 0,5% gerechnet. Der Eurokurs stieg daraufhin zeitweise bis auf 1,1421 Franken, nachdem er zuvor noch zeitweise bei 1,1368 Franken notiert hatte. Zuletzt wurden 1,1407 CHF bezahlt.

Für die Experten der VP Bank sind die neusten BIP-Zahlen eine klare Enttäuschung. "Das Wachstum enttäuscht, zumal auch die Zuwachsrate für das erste Quartal nach unten revidiert wurde", erklären sie. Gemessen an wichtigen Konjunkturvorlaufindikatoren habe sogar die Hoffnung auf eine Überraschung auf der Oberseite bestanden. Doch: "Von letzterer kann keine Rede sein." Die Hoffnungen würden nun auf dem zweiten Halbjahr liegen.

Auch zum Dollar gab der Franken etwas nach. Der Greenback kostete entsprechend im Mittagehandel 0,9592 nach 0,9563 am Morgen.

Der Euro reagierte zum US-Dollar nur wenig auf schwache Konjunkturdaten aus den eigenen Reihen. In Frankreich hatte sich der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im August deutlich stärker als erwartet eingetrübt. Auch in Italien und Spanien ebenso wie in der Eurozone insgesamt sank der Indikator. Nur in Deutschland legte er etwas zu.

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(AWP)