Devisen: Eurokurs unter Druck - Auch zum Franken schwächer

Der Eurokurs ist am Freitag merklich gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1021 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch bei rund 1,1050 Dollar notiert.
08.11.2019 17:20

Auch gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Freitag ab. Am späten Nachmittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,0984 Franken um. Der US-Dollar legte zum Franken im Tagesverlauf etwas zu. Er kostet am Freitag-Nachmittag 0,9967 Franken.

Der Optimismus mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China wurde durch US-Präsident Donald Trump gedämpft. Dieser bestritt, dass die Vereinigten Staaten der Rücknahme aller Zölle zugestimmt hätten. China sei stärker an einem Abkommen interessiert als die USA. Trump betonte, das Abkommen solle in seinem Land unterzeichnet werden. Damit dämpfte er die Zuversicht der jüngste Tage, dass sich die USA und China auf ein erstes Abkommen einigen könnten. Die Zweifel stützten den Dollar, da er als sicherer Hafen gesucht wird.

Der Dollar profitierte zudem von einem erneut gestiegenen Verbrauchervertrauen. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war im November überraschend gestiegen. "Der private Konsum bleibt die tragende Säule der US-Volkswirtschaft", kommentierte Ulrich Wortberg, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Gestützt werde der Konsum vom hohen Beschäftigungsstand und von steigenden Löhnen und Aktienmärkten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86158 (0,86442) GBP und 120,72 (120,90) JPY fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1467 Dollar gehandelt. Das waren knapp zwei Dollar weniger als am Vortag.

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(AWP)

 

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