Devisen: Eurokurs unter Druck - Dollar legt zu

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Freitag nach einem ruhigen Vormittagshandel unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1065 USD, nachdem sie gegen Mittag bis auf 1,1149 USD gestiegen war. Auslöser der Euro-Verluste waren robuste Wirtschaftsdaten aus den USA.
15.07.2016 17:04

Im Juni hatten nicht nur die Umsätze des US-Einzelhandels deutlich zugelegt, auch die angeschlagene Industrie hatte ihre Produktion spürbar ausgeweitet. Zudem mehren sich die Anzeichen, dass die lange Zeit schwache Inflation anzieht. Die Kernteuerung, die den Ölpreisverfall ausklammert, liegt mittlerweile bei 2,3% und nähert sich damit wieder Niveaus vor der schweren Rezession. Zinsanhebungen der US-Notenbank werden damit ein Stück weit wahrscheinlicher.

Der Dollarkurs legte nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen zu. So auch zum Schweizer Franken. Zuletzt wurde ein Dollar zu 0,9839 CHF gehandelt, die nach 0,9788 CHF um die Mittagszeit.

Der Schweizer Franken neigt dagegen zum Euro wieder zur Stärke. Aktuell steht der Kurs bei 1,0886 CHF, nachdem um die Mittagszeit die 1,09er Marke nach unten durchschritten wurde.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83275 (0,83311) britische Pfund, 117,63 (117,88) japanische Yen und 1,0899 (1,0900) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1327,00 (1323,60) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 760,00 (37 700,00) Euro.

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(AWP)