Devisen: Eurokurs verliert nach starken US-Daten

Robuste Konjunkturdaten aus den USA haben dem US-amerikanischen Dollar am Dienstag Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet. Zeitweise rutschte der Kurs der Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,17 Dollar. Im Nachmittagshandel konnte sich der Euro wieder etwas erholen auf 1,1718 Dollar.
15.08.2017 17:05

Zum Schweizer Franken kletterte der Greenback auf zuletzt 0,9729 und bewegte sich damit wieder in Richtung Tageshoch. Entsprechend büsste der Euro auf 1,1400 ein.

"Eine ausgeprägte Konsumfreude stützt den US-Dollar", kommentierte Analyst Tobias Basse von der NordLB den Handel am Devisenmarkt. Zuvor seien "sehr erfreuliche Daten" zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten veröffentlicht worden. Im Juli waren die Umsätze im Monatsvergleich um 0,6 Prozent gestiegen und damit doppelt so stark wie erwartet. Daten zum amerikanischen Einzelhandel werden an den Finanzmärkten stark beachtet. Sie liefern Hinweis auf den für die US-Wirtschaft enorm wichtigen Privatkonsum.

Unter den weltweiten Leitwährungen stand auch der japanische Yen unter Verkaufsdruck. Hier sorgte ein erster Abbau von Spannungen in der Nordkorea-Krise für Bewegung. Der Yen gilt traditionell als sicherer Anlagehafen und hatte zuletzt stark von der Sorge vor einem Krieg zwischen den USA und Nordkorea profitiert. Zuletzt hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aber Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückgestellt, woraufhin die Anleger wieder einen Bogen um den Yen machten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91145 (0,90935) britische Pfund, 129,67 (129,28) japanische Yen und 1,1417 (1,1422) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1270,30 (1282,30) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35 095,00 (35 022,00) Euro.

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(AWP)