Devisen: Eurokurs verliert zum Dollar weiter - Zum Franken stabil

Der Euro hat am Freitag an die Kursverluste vom Vortag angeknüpft und zum Dollar weiter nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag bis auf 1,0608 US-Dollar und konnte sich nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten etwas vom Tagestief erholen. Zuletzt stand der Euro bei 1,0623 USD.
10.02.2017 17:15

Zum Franken zeigte sich der Euro nach dem Mittag stabil. Er stieg geringfügig an und kostet am späten Freitag-Nachmittag 1,0675 CHF. Auch der US-Dollar verzeichnete gegenüber dem Franken leichte Gewinne. Der Dollar geht am Freitag-Nachmittag bei 1,0048 CHF um, nach zuvor 1,0028.

Im Handelsverlauf sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump vom Vortag weiter für Auftrieb beim Dollar und im Gegenzug für Druck beim Euro. Trump hatte Pläne für eine Änderung bei den Steuern in den USA in Aussicht gestellt. Im Wahlkampf hatte er weitreichende Steuersenkungen angekündigt.

Ausserdem wird der Euro durch politische Risiken in der Eurozone tendenziell belastet. Im Währungsraum sorgt derzeit unter anderem die Diskussion um weitere Hilfszahlungen an Griechenland für Verunsicherung. Besonders nervös zeigen sich die Anleger wegen der anstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich, wo die Kandidaten Marine Le Pen vom Front National antritt.

Für etwas Auftrieb beim Euro sorgten zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Im Februar hatte sich die Stimmung der US-Verbraucher überraschend deutlich eingetrübt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8529 (0,8509) GBP und 120,65 (120,04) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1228,30 (1236,80) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'400,00 Euro.

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(AWP)