Devisen: Eurokurs zieht zum US-Dollar und Franken an

Der Euro hat am Dienstag die Kursgewinne vom Wochenauftakt ausgebaut. Am Vormittag steigt die Gemeinschaftswährung auf ein Tageshoch bei aktuell 1,1635 US-Dollar, nachdem sie am Morgen noch unter 1,16 Dollar gehandelt worden war.
11.09.2018 09:40

Auch zum Franken zieht der Euro an und kostet mit 1,1328 klar mehr als am Morgen. Sein bisheriges Tageshoch hat er am Morgen bei 1,1344 Franken markiert. Der US-Dollar bewegt sich derweil zum Franken nur kaum vom Fleck und wird mit 0,9736 gehandelt.

Am Devisenmarkt zeigt sich am Morgen eine breitangelegte Dollar-Schwäche, die dem Euro im Gegenzug Auftrieb verleiht. Ausserdem profitiert die Gemeinschaftswährung nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiter von Aussagen des EU-Chefunterhändlers für den Brexit, Michel Barnier, vom Vortag. Dieser hatte eine Einigung bei den Austrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union und Grossbritannien in Aussicht gestellt. Mit einer Einigung könnte ein ungeregelter Brexit mit negativen Folgen für die Wirtschaft der Eurozone vermieden werden.

Devisenexperte Wolfgang Kiener von der BayernLB erklärt den steigenden Euro ausserdem mit den jüngsten Haushaltsplänen in Italien. Italiens Finanzminister hat bekräftigt, dass der Haushaltsentwurf für 2019 eine rückläufige Staatsschuldenquote vorsehe. Am Markt für europäische Staatsanleihen gehen die Renditen für italienische Papiere am Vormittag gegen den allgemeinen Trend weiter zurück.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Konjunkturdaten aus der Eurozone für neue Impulse im Handel mit dem Euro sorgen. Am späten Vormittag steht der Konjunkturindikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf dem Programm.

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(AWP)