Devisen: Eurokurs zu US-Dollar und Franken unter Druck

Der Eurokurs ist am Mittwoch im US-Handel unter Druck geblieben und bis auf 1,1879 US-Dollar gefallen. Im frühen europäischen Handel war die Gemeinschaftswährung noch bis 1,1995 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1979 (Dienstag: 1,1933) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8348 (0,8380) Euro.
13.09.2017 21:14

Zum Schweizer Franken bleibt der Euro am Mittwochabend ebenfalls nahe an Tagestiefständen und notiert bei 1,1469, nachdem er am Mittwoch noch zu 1,1500 gehandelt wurde. Der US-Dollar hat sich im Tagesverlauf dagegen auch zum Franken verteuert, am Abend notiert er bei 0,9657 CHF und damit über einen halben Rappen höher als noch am Mittag (0,9596)-

Auslöser für die Kursverluste beim Euro waren Preisdaten aus den USA. Hier hatte sich der Anstieg der Erzeugerpreise im August erstmals seit April wieder verstärkt. Sie zogen um 2,4 Prozent im Jahresvergleich an, nachdem sie im Juli nur um 1,9 Prozent gestiegen waren. Die Erzeugerpreise können die Verbraucherpreise beeinflussen. Inflationszahlen gelten zurzeit als wegweisend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil diese ihr Vollbeschäftigungsziel nahezu erreicht hat, nicht jedoch ihr Inflationsziel. Die US-Verbraucherpreisdaten für August werden am Donnerstag veröffentlicht.

"Es wird am Markt zudem spekuliert, dass die US-Regierung noch in diesem Monat konkrete Vorschläge für eine Steuerreform vorlegt", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Offizielle Aussagen der US-Regierung gibt es jedoch nicht. Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hatten Hoffnungen auf eine Steuerreform den Dollar zunächst gestützt. Diese sind jedoch bisher nicht erfüllt worden.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte sich ferner für die Euro-Einführung in der gesamten Europäischen Union ausgesprochen, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern. Die Aussagen bewegten den Wechselkurs aber kaum.

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(AWP)