Devisen: Franken schwächt sich zum Euro etwas ab

Der Franken hat sich am Mittwoch zum Euro leicht abgeschwächt und kurzzeitig die Grenze von 1,13 überschritten. Unter diese war er am Vortag gefallen. Zunächst hatte der Franken sich allerdings deutlich aufgewertet und die Grenze von 1,12 Franken zum Euro ins Visier genommen.
12.09.2018 10:45

Danach verlor der Franken allerdings stetig an Terrain und knackte die Grenze von 1,13 Franken, bevor er wieder erstarkte. Um 10.26 Uhr kostet der Euro 1,1298 Franken. Der Dollar war 0,9738 Franken wert. Das ist leicht weniger als am Morgen, aber gleich viel wie am Vorabend.

Gegenüber den anderen Währungen hat sich der Euro in einem insgesamt impulsarmen Handel kaum verändert. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,16 US-Dollar gehandelt.

Im Tagesverlauf stehen Daten zur Preisentwicklung im Mittelpunkt des Interesses. In Spanien hatte sich die Inflation im August etwas abgeschwächt. Allerdings liegt die Teuerung in der viertgrössten Volkswirtschaft der Eurozone mit 2,2 Prozent über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank für die gesamte Eurozone von knapp zwei Prozent. Die Preisentwicklung spielt eine wichtige Rolle bei der Geldpolitik der EZB, die am Donnerstag ihre Zinsentscheidung verkünden wird.

Am Nachmittag werden in den USA ebenfalls Preisdaten veröffentlicht, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtig sind. Auf dem Programm stehen Kennzahlen zur Entwicklung der Erzeugerpreise, bevor am Donnerstag Daten zu den Verbraucherpreisen folgen.

Weiterhin auf Talfahrt ist die indischen Rupie, deren Kurs in der vergangenen Nacht ein neues Rekordtief zum US-Dollar erreicht hatte. In der Spitze wurden 72,915 Rupien für einen Dollar gezahlt und damit so viel wie noch nie. Wegen höherer Ölpreise war es in Indien zuletzt zu einem steigenden Defizit in der Leistungsbilanz gekommen. "Vor diesem Hintergrund geriet die indische Rupie in den vergangenen Wochen in einen Abwertungssog, der auch durch steigende US-Zinsen befördert wurde", kommentierte Devisenexperte Wolfgang Kiener von der BayernLB.

Andere Währungen von wichtigen Schwellenländern, die zuletzt ebenfalls stark unter Druck gestanden hatten, konnten sich dagegen etwas stabilisieren. Hierzu zählte am Vormittag auch die türkische Lira.

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(AWP)