Devisen: Franken und Euro legen zum Dollar zu - EUR/CHF wieder über 1,08

FRANKFURT (awp international) - Die Unsicherheit aufgrund eines sich abzeichnenden Wahlsiegs von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die Devisenmärkte am Mittwoch rund um den Globus durcheinandergewirbelt. Der US-Dollar wurde geschwächt und der mexikanische Peso sank auf ein Rekordtief. Im Gegenzug legte der Euro zu. Der Schweizer Franken gewinnt gegenüber dem US-Dollar ebenfalls an Terrain, zeigt sich aber gegenüber dem Euro gar etwas leichter.
09.11.2016 08:18

Der Euro legte zwischenzeitlich um 2,5 Prozent bis auf 1,1300 USD zu. Diese Schwelle wurde zuletzt am 8. September erreicht und überschritten. Zuletzt ging der Euro am Mittwochmorgen wieder auf 1,1215 Dollar zurück. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Franken. In den frühen Morgenstunden sank der US-Dollar auf 0,9549 CHF, erholte sich in der Folge aber wieder auf 0,9642.

Gegenüber dem Euro hielt sich der Franken aber recht stabil. Zuletzt kostete ein Euro mit 1,0811 gar etwas mehr als noch am Vorabend mit 1,0779 CHF. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte bereits am Montag signalisiert, sie stehe in der amerikanischen Wahlnacht bereit. "Wie bei der Brexit-Abstimmung - wir stehen bereit. Mein Team ist bereit. Und die Nationalbank wird da sein, um - wenn nötig - einzugreifen an den Devisenmärkten", so SNB-Direktorin Andréa Maechler am Montag.

Zum Dollar zulegen konnte auch der japanische Yen, der wie der Franken als sicherer Hafen gilt. Der Yen legte zwischenzeitlich um bis zu 3,8% zu und ein Dollar kostete nur noch 101,20 Yen. Derzeit steht der USD/JPY wieder bei 102,27.

Der mexikanische Peso verlor im Verhältnis zum Dollar 13% an Wert und fiel auf ein Rekordtief. Ein Dollar kostete bis zu 20,7818 Peso. Damit ist der Peso so schwach wie nie zuvor. Zuletzt legte die aber auch diese Währung wieder etwas zu. Aufgrund der Sensibilität des Peso auf die Ereignisse im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen galt die mexikanische Währung an den Finanzmärkten als "Trump-o-Meter". Weil Trump Mexiko mit einem Handelskrieg und mit dem Bau einer Mauer an der Landesgrenze gedroht hatte, galt: Je höher die Chancen Donald Trumps auf einen Wahlsieg schienen, desto höher war der Druck auf den Peso.

Auch andere Schwellenländerwährungen wie der südafrikanische Rand oder die türkische Lira gaben deutlich nach. Unter deutlichem Druck stand auch der südkoreanische Won.

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(AWP)