Devisen: GBP steigt nach Notenbankeraussagen - Auch zum Franken deutlich im Plus

Das britische Pfund ist am Freitag gestützt durch Notenbankeraussagen zum Dollar auf den höchsten Stand seit Ende Juni 2016 gestiegen. Der Kurs des Pfundes kletterte bis zum Mittag auf 1,3616 USD. Seit den Kursverlusten infolge des Brexit-Votums hatte das Pfund nicht mehr höher notiert. Vor der Brexit-Entscheidung Ende Juni 2016 hatte das Pfund allerdings noch über der Marke von 1,50 USD notiert.
15.09.2017 13:09

Laut Gertjan Vlieghe, Mitglied im geldpolitischen Ausschuss der Bank of England, könnte in Grossbritannien eine Leitzinsanhebung in den nächsten Monaten notwendig werden. Ähnliche Aussagen sind zwar auch im am Donnerstag veröffentlichten Protokoll zur jüngsten Zinssitzung zu finden. Die Aussagen sind aber bemerkenswert, da Vlieghe als geldpolitische Taube gilt. Er tendiert also im Zweifel zu einer eher lockeren Geldpolitik.

Auch zum Euro stieg die britische Währung deutlich. Sie kletterte auf ein Tageshoch von 1,1397 EUR, nachdem das Pfund zuvor noch fast 1,5 Cent weniger gekostet hatte.

Der Eurokurs legte zum US-Dollar zu auf zuletzt 1,1943 USD. Im frühen Handel hatte der Euro nur knapp über der Marke von 1,19 USD notiert. Am Nachmittag werden in den USA noch Zahlen zum Einzelhandel und zur Industrieproduktion veröffentlicht. Zudem steht das von der Universität von Michigan erhobene Verbrauchervertrauen auf dem Kalender.

Auch zum Schweizer Franken legte das Pfund deutlich zu. Es gewann im Verlauf des Morgens über einen Rappen und kletterte über die Marke von 1,30 CHF. Am Mittag wird das Britische Pfund bei 1,3052 CHF gehandelt.

Der Euro schwächte sich dagegen zum Franken ab. Die Gemeinschaftswährung geht am Freitag-Mittag bei 1,1474 CHF um. Der US-Dollar verlor zum Franken ebenfalls. Er kostet am Mittag 0,9607 CHF.

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(AWP)