Devisen: Gesunkene Brexit-Wahrscheinlichkeit treibt Euro und britisches Pfund an

NEW YORK (awp international) - Die offenbar gewachsene Zustimmung für einen Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union (EU) hat am Montag dem Euro und dem britischen Pfund Rückenwind verliehen. Händler verweisen auf einen Stimmungsumschwung bei den Meinungsumfragen zum Referendum über einen möglichen Brexit.
20.06.2016 21:29

Die Gewinne des Euro bröckelten im New Yorker Handel zwar etwas ab, die Gemeinschaftswährung hielt sich aber über der Marke von 1,13 US-Dollar. Zuletzt notierte sie bei 1,1313 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1332 (Freitag: 1,1254) Dollar festgesetzt. Auch das britische Pfund setzte seine Erholungsrally fort und kostete 1,4687 Dollar. Vergangenen Donnerstag war es noch fast bis auf 1,40 Dollar abgerutscht.

Ein Brexit erscheine nicht mehr als wahrscheinlichstes Szenario, kommentierte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. "Freilich weiss niemand, ob dieser Stimmungsumschwung bis Donnerstag trägt." Sollten die Umfragen jedoch nahelegen, dass der Umschwung von Dauer ist, dann könnte der Euro zum Pfund weiter fallen, erwartet Leuchtmann.

Währenddessen lässt der Druck auf den Schweizer Franken etwas nach. Der Euro bleibt am Abend auch zur Schweizer Währung fest und notiert mit 1,0889 CHF etwas höher als noch am Nachmittag (1,0875). Das britische Pfund klettert über die Marke von 1,41 CHF und wird zu 1,4139 CHF (Nachmittag 1,4082) gehandelt. Der USD legt zum Franken ebenfalls zu auf 0,9625 CHF (0,9591).

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(AWP)