Devisen: Gute Aussichten für die US-Konjunktur belasten den Euro

Der Euro ist am Donnerstag im US-Handel unter Druck geblieben. Die Gemeinschaftswährung war im europäischen Geschäft noch zeitweise über die Marke von 1,13 US-Dollar gestiegen, konnte die Gewinne aber nicht halten. Nach einem Tageshoch von 1,1303 Dollar fiel der Eurokurs auf zuletzt 1,1231 Dollar zurück. Der Euro notierte damit etwas niedriger als im asiatischen Handel.
02.07.2020 21:11

Im Tagesverlauf hatte der Euro zunächst von einer freundlichen Grundstimmung an den Finanzmärkten profitiert. Der Dollar als sicherer Anlagehafen war daher weniger gefragt. Zu der guten Stimmung trugen zum einen Hoffnungen auf ein Corona-Impfmittel bei. Zum anderen sorgten solide Konjunkturdaten aus den USA für Kauflaune.

Generell ist die Wirkung von Kursentwicklungen und Wirtschaftsnachrichten auf den Dollar nicht immer einheitlich. Mal gibt er nach, weil die Marktstimmung steigt - mal legt er zu, weil die Aussichten für die US-Konjunktur besser werden.

Zum Franken notiert die Gemeinschaftswährung am Abend mit 1,0624 Franken nach 1,0646 am Mittag ebenfalls wieder klar tiefer. Der Dollar hat sich auf 0,9456 von 0,9436 Franken am Mittag wieder etwas erholt.

Am Donnerstag dominierte zuletzt die konjunkturelle Sichtweise am Devisenmarkt. Nachdem die US-Regierung einen starken Arbeitsmarktbericht veröffentlicht hatte, stieg der Dollar an, woraufhin der Euro an Boden verlor. Im Juni hat sich der US-Arbeitsmarkt spürbar von seinem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Fachleute bleiben aber vorsichtig: Die stark steigenden Corona-Neuinfektionen in Teilen der USA dürften die weitere Erholung bremsen, wird argumentiert. /la/fba/kw

(AWP)

 
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