Devisen: Nach Euro-Rutsch unter 1,13 Dollar wenig Bewegung im US-Handel

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat sich am Dienstag im späteren US-Handel nur wenig bewegt. Nachdem er zeitweise bei 1,1323 Dollar den höchsten Stand seit den Verwerfungen an den Finanzmärkten unmittelbar nach dem Brexit-Votum erreicht hatte, sank die Gemeinschaftswährung wieder unter 1,13 US-Dollar. Rund eine Stunde vor der Schlussglocke an der Wall Street wurde sie bei 1,1275 Dollar gehandelt.
16.08.2016 21:16

Der US-Dollar stand nicht nur zum Euro, sondern auch zu vielen anderen Währungen erheblich unter Druck. So wertete der "Greenback" zum Schweizer Franken im Nachmittagshandel bis auf 0,9589 ab. Aktuell tendiert das USD/CHF-Paar wieder bei 0,9624. Stark profitierte der japanische Yen, der erstmals seit dem Brexit-Votum die Marke von 100 Yen je Dollar durchbrach. Händler begründeten die Dollar-Schwäche mit rückläufigen Zinserwartungen an die amerikanische Notenbank Fed.

Neben zuletzt eher durchwachsenen US-Wirtschaftsdaten hatten an diesem Tag insbesondere die mauen Inflationsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung in den USA wieder in den Hintergrund gerückt. Eine kleine Dollar-Erholung setzte schliesslich ein, als der einflussreiche US-Notenbanker William Dudley sagte, er halte eine baldige Zinserhöhung im September nach wie vor für möglich.

Dennis Lockhart, Präsident der Notenbank von Atlanta, sagte zudem laut Redetext in Knoxville (Tennessee), er schliesse eine Zinserhöhung "bis zum Ende des Jahres" nicht aus. Ein solcher Zinsschritt sei zu erwarten, obwohl das Wirtschaftswachstum in der weltgrössten Volkswirtschaft zuletzt an Tempo verloren habe.

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(AWP)