Devisen: Robuste Konjunktur stützt Euro - Zum Franken etwas erholt

Die günstige wirtschaftliche Lage in der Eurozone hat den Euro am Donnerstag gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung steigt aktuell auf 1,1623 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro noch unter 1,16 Dollar notiert.
09.11.2017 16:55

Gegenüber dem Franken legte der Euro am Berichtstag zuletzt ebenfalls leicht zu, pendelt mit 1,1596 aber weiter um die Marke von 1,16. Der US-Dollar notiert nach einem Tagestief bei 0,9944 Franken mit aktuell 0,9976 ebenfalls wieder etwas höher.

Das sich weiter verbessernde wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone gibt dem Euro Auftrieb. Die Europäische Kommission hatte ihre Wachstumsprognose für die Eurozone und viele Mitgliedsländer teils deutlich angehoben. Die Kommission erwartet in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum für die Eurozone von 2,2 Prozent. Dies wäre der höchste Zuwachs seit zehn Jahren. Im Frühjahr war die Kommission noch von 1,7 Prozent ausgegangen.

"Nach fünf Jahren moderater Erholung hat sich das Wachstum in Europa nun beschleunigt", sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Der Euroraum müsse jedoch enger zusammenwachsen, damit er für künftige Schocks besser gewappnet sei.

Unter Druck blieb jedoch das britische Pfund. Nach dem Rücktritt eines zweiten britischen Kabinettsmitglieds innerhalb einer Woche wachsen die Zweifel an der Stabilität der Regierung in London. Entwicklungshilfeministerin Priti Patel war am Mittwochabend wegen unabgesprochener Treffen mit israelischen Regierungsmitgliedern zurückgetreten. Eine Woche davor hatte Verteidigungsminister Michael Fallon wegen Belästigungsvorwürfen seinen Hut nehmen müssen. Sowohl zum Euro als auch zum Dollar gab das Pfund nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88633 (0,88405) britische Pfund, 131,75 (131,54) japanische Yen und 1,1589 (1,1581) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1284,80 (1284,00) Dollar gefixt.

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(AWP)