Devisen: Sorgen um europäische Banken belasten Eurokurs

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag unter 1,12 US-Dollar gefallen. "Die Probleme europäischer Banken und die Verwerfungen an den Aktienmärkten lasten auf dem Euro", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1192 US-Dollar. Am Mittag hatte sie noch gut einen halben Cent höher notiert.
27.09.2016 17:16

Auch der Schweizer Franken gibt zum US-Dollar nach: Am späten Nachmittag verteuert sich die US-Währung auf 0,9723 CHF. (Mittag 0,9696). Der Euro zeigt sich derweil zum Franken wenig verändert bei 1,0888 CHF (Mittag 1,0879) und damit weiterhin unter der Marke von 1,09 CHF.

Die erste Fernsehdebatte im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft zwischen Hillary Clinton und Donald Trump in der Nacht zum Dienstag hatte keinen nennenswerten Einfluss auf den Euro-Dollar-Handel. Allerdings hat sich der Kurs des mexikanischen Peso von einem Rekordtief erholt. Experten hatten die Fernsehdebatte als einen Punktsieg für Clinton gedeutet. "Der Peso ist derzeit ein guter Indikator für die Wahlchancen von Trump", sagte Rieke. Schliesslich könnte ein Wahlsieg von Trump den Handel mit Mexiko beeinträchtigen. Trump hatte sich im Wahlkampf mehrfach für eine Abgrenzungspolitik gegenüber dem südlichen Nachbarstaat der USA ausgesprochen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1220 (Montag: 1,1262) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8913 (0,8879) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86413 (0,87090) britische Pfund , 112,52 (113,11) japanische Yen und 1,0880 (1,0905) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1327,00 (1340,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 550,00 (37 570,00) Euro./jsl/das/he

(AWP)