Devisen: Starke US-Konjunkturdaten unterbinden Erholungsversuch beim Euro

FRANKFURT (awp international) - Am Devisenmarkt ist am Mittwoch ein erneuter Erholungsversuch des Euro gescheitert. Zeitweise war er bis auf 1,0667 US-Dollar gestiegen. Doch im Tagesverlauf drückten ihn besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten wieder an die Marke von 1,06 US-Dollar. Zuletzt wurden 1,0601 Dollar für einen Euro gezahlt.
30.11.2016 21:21

Der Schweizer Franken neigte im späten Handel zur Stärke. So wurde zuletzt der UD-Dollar zu 1,0163 franken gehandelt, nachdem der "Greenback" am Nachmittag kurzzeitig die Marge von 1,02 übersprungen hatte. Der Euro schwächte sich derweil auf 1,0774 Franken ab, nach 1,0790 am späten Nachmittag.

Gleich mehrere Konjunkturdaten aus den USA waren im Handelsverlauf besser als erwartet ausgefallen und stützten so die US-Währung. Im November war die vom Dienstleister ADP veröffentlichte Zahl der Beschäftigten im Privatsektor stärker als erwartet auf 216 000 gestiegen. Die Daten gelten als wichtiger Vorbote für den am Freitag erwarteten offiziellen Arbeitsmarktbericht. Ausserdem hatte sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im November überraschend deutlich aufgehellt.

"Die Zahlen sind als robust einzustufen und an einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed Mitte Dezember dürfte kein Zweifel aufkommen", kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Fed hatte am Abend in ihrem Beige Book ebenfalls von einer zuletzt verbesserten Konjunkturlage berichtet. Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA bei einer gleichzeitig weiter lockeren Geldpolitik der EZB hatte den Euro zuletzt deutlich unter Druck gehalten.

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(AWP)