Devisen: US-Dollar gewinnt an Kraft - Euro auf tiefsten Stand seit Ende 2015

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch insbesondere zum US-Dollar nachgegeben und ist zum "Greenback" auf einen neuen Tiefstand seit Dezember 2015 gefallen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA gaben dem Dollar Auftrieb und schwächten im Gegenzug nicht nur den Euro, sondern auch den Schweizer Franken.
23.11.2016 17:17

Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0526 USD und kostete damit knapp einen Cent weniger als am Vorabend. Aktuell liegt der Euro-Dollar-Kurs bei 1,0536 USD.

Auch zum Schweizer Franken legte die US-Währung zu. Derzeit geht der Dollar zu 1,0176 CHF um nach Kursen von zuvor 1,0097 CHF. Im Vergleich zum Euro gewann der Franken leicht an Wert und so kostet ein Euro 1,0720 CHF nach 1,0736 CHF am frühen Nachmittag.

Überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA haben die Erwartung einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Fed weiter gestärkt und dem Dollar auf breiter Front Auftrieb gegeben. Die Neuaufträge für langlebige Güter haben laut dem US-Handelsministerium im Oktober überraschend stark um knapp fünf Prozent zugelegt. Es bestehe Hoffnung, dass die Investitionstätigkeit im vierten Quartal zunehme, kommentierte Viola Julien, Expertin bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Am Abend wird die US-Notenbank ihre Mitschrift zur jüngsten Zinssitzung veröffentlichen. Experten gehen von Hinweisen auf die für Mitte Dezember erwartete Zinsanhebung aus. An den Finanzmärkten gilt der Schritt bereits als vollständig eingepreist. Es wäre erst die zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise.

Experten der Deutschen Bank rechnen im Laufe des kommenden Jahres mit einer möglichen Schwächung des Euro unter Parität zum US-Dollar. "Die zunehmende Zinsdifferenz zwischen Europa und Amerika wird im Jahresverlauf zu Kapitalflüssen Richtung USA führen", sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden, am Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung des Kapitalmarktausblicks 2017. Bis Ende kommenden Jahres könne der Euro bis auf 0,95 Dollar sinken.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'185,35 (1'212,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'140,00 (36'200,00) Euro.

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(AWP)