Devisen: US-Dollar gibt nach Fed-Protokoll merklich nach

Der Kurs des Euro hat am Mittwoch im US-Handel von einem schwächelnden US-Dollar profitiert und erheblich zugelegt. Hauptgrund dafür war die Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen Sitzung der US-Notenbank Fed. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1768 Dollar gehandelt, nachdem sie im europäischen Geschäft zeitweise noch unter der Marke von 1,17 Dollar notiert hatte.
16.08.2017 21:16

Parallel dazu gab der Dollar zum Schweizer Franken auf 0,9659 nach. Auch im Vergleich zum Euro legte der Franken zu: zuletzt notierte das EUR/CHF-Paar mit 1,1367 wieder unter der Marke von 1,14.

Die Mehrheit der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) der Fed vertrat die Ansicht, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel von zwei Prozent steigen wird. "Viele" Notenbanker seien aber davon ausgegangen, dass die Teuerung noch mit einiger Wahrscheinlichkeit länger unter der Marke von zwei Prozent verharren dürfte als bisher gedacht, hiess es laut Protokoll.

Am Devisenmarkt sahen Händler die intensive Debatte über die schwache Inflationsentwicklung als Hinweis, dass die Währungshüter in den kommenden Monaten an einer eher lockeren Geldpolitik festhalten. Dies spricht gegen eine schnelle Zinserhöhung und belastete den Dollarkurs entsprechend.

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(AWP)