Devisen: Verschärfte Tonart zwischen USA und Nordkorea stärkt Franken-Nachfrage

Die Tonlage zwischen den USA und Nordkorea hat sich weiter verschärft. Das hat in der Nacht vor allem an den Devisenmärkten seine Spuren hinterlassen. Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen haben deutlich aufgewertet. So steht der Euro zum Franken aktuell bei 1,1348 CHF, das ist gegenüber dem Niveau vom Vorabend eine Aufwertung um mehr als einen Rappen. Im bisherigen Tief war das Paar in der Nacht bis auf 1,1331 zurückgefallen.
09.08.2017 06:52

Auch zum US-Dollar hat der Franken über Nacht an Boden gewonnen. Zuletzt stand das USD/CHF-Währungspaar bei 0,9669 klar unter seinem Kurs von Dienstagabend. Hier liegt das Tief aus der Nacht mit 0,956 nur wenig tiefer.

Auch beim USD/JPY-Währungspaar ist eine deutliche Bewegung zu sehen. Aktuell kostet ein US-Dollar 109,89 Yen, nachdem das Paar am Vorabend noch bei 110,48 gestanden hat.

Hintergrund dieser Bewegungen sind die gegenseitigen Drohungen zwischen den USA und Nordkorea. So hat das Militär Nordkoreas den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Die Streitkräfte zögen eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Laut einem Sprecher der nordkoreanischen Armee könne der Plan zum Angriff auf Guam "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe.

Die Stellungnahme aus Pjöngjang kam nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte. Wenn Nordkorea seine Drohungen fortsetze, werde diesen "begegnet mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat", sagte Trump am Dienstag.

hr/tp

(AWP)