Devisen: Vorsicht der Anleger belastet den Euro

Der Euro ist am Dienstag im US-Handel unter Druck geblieben. Bereits im europäischen Geschäft war die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich unter die Marke von 1,12 US-Dollar gefallen und hatte im Tief 1,1191 Dollar gekostet. Zuletzt erholte sie sich wieder etwas und notierte bei 1,1227 Dollar.
30.06.2020 22:04

Derweil scheint der Schweizer Franken von seinem Satus als sicherer Anlagehafen zu profitieren. So notiert der Euro mit 1,0644 Franken klar tiefer als am Vortag. Und der Dollar fällt deutlich unter die Marke von 0,95 auf 0,9473 Franken.

Die Euro-Verluste waren bereits zu Wochenbeginn durch einen stärkeren Dollar ausgelöst worden. Am Montag hatte die US-Währung von soliden Daten vom Immobilienmarkt profitiert. Am Dienstag dann kam die anhaltende Vorsicht der Anleger wegen der angespannten Corona-Lage insbesondere in den USA und Südamerika hinzu. Der Dollar war daher als weltweite Reservewährung gefragt.

Die Finanzmärkte werden derzeit von zwei gegensätzlichen Entwicklungen in Atem gehalten. Auf der einen Seite stehen überwiegend solide Konjunkturdaten, die auf eine wirtschaftliche Erholung in vielen Ländern der Welt hindeuten. Auf der anderen Seite herrscht die Furcht vor einer zweiten grösseren Corona-Welle vor. Im Mittelpunkt stehen die USA, wo in einigen Staaten zuvor gelockerte Corona-Beschränkungen wieder in Kraft getreten sind./la/fba/kw

(AWP)