Die Schlagzeilen der Sonntagspresse vom Sonntag, 2. Juli 2017

Die Schlagzeilen der Sonntagspresse in nicht verifizierten Meldungen:
02.07.2017 06:00

"SonntagsBlick":

Fast zwei Jahre nach seinem tiefen Fall zeigt der ehemalige Fifa-Präsident Reue: "Ich hätte früher aufhören sollen", sagte Sepp Blatter in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Er verteidigt zugleich seinen Entscheid, den Untersuchungsbericht von Chefermittler Michael Garcia nicht veröffentlicht zu haben. Ethik-Kommissionschef Hans-Joachim Eckert habe eine Zusammenfassung geschrieben und Blatter geraten, nur diese zu veröffentlichen, da sonst erst die Rechte aller im Bericht erwähnten Person hätten abgeklärt werden müssen. Blatter kritisiert zudem die unlängst erfolgte Einführung des Videobeweises: Ein Fussballspiel verliere dadurch an Attraktivität und der Diskussionsstoff gehe verloren. "Lasst die Schiedsrichter doch Fehler machen", sagte der ehemalige Fifa-Boss im "SonntagsBlick".

"NZZ am Sonntag":

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sammelt laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" erfolgreich private Gelder für die Förderung von Jungunternehmern in der Schweiz. Diesen Freitag unterzeichneten bereits über ein Dutzend hochrangiger Vertreter von Grossbanken, Versicherungen und Stiftungen sowie Unternehmerpersönlichkeiten eine Erklärung, mit der sie sich zur Unterstützung der neuen Swiss Entrepreneurs Foundation bekennen. Credit Suisse, Mobiliar und UBS hätten schon 200 bis 300 Millionen Franken in Aussicht gestellt, erklärte der Wirtschaftsminister im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Die Notwendigkeit eines solchen Fonds begründet der freisinnige Bundesrat mit dem Mangel an Risikokapital in der Schweiz. Er forderte, dass die guten Ideen, die in der Schweiz entwickelt werden, nicht nach Kalifornien exportiert werden und dort Jobs schaffen.

"SonntagsBlick"/"Le Matin Dimanche":

Einige unter den rund 30 Lebensmittel-Labels, die mit der Region werben, haben offenbar gar nichts mit "regional" zu tun. Das geht aus einer Meldung vom "SonntagsBlick" und "Le Matin Dimanche" hervor, der eine Auswertung der Stiftung für Konsumentenschutz SKS zu Regionalmarken zugrunde liegt. Testsiegerin ist demnach "Aus der Region. Für die Region." der Migros. Zwar bemängelt SKS sogar beim Sieger, dass die Regionen sehr grosszügig abgesteckt seien. Dafür erfülle die Migros aber fast alle Kriterien. Enttäuschend schnitten dagegen Volg, Landi und Spar ab. Für ihre Labels "Feins vom Dorf", "Natürlich vom Hof" und "Frisch aus der Nachbarschaft" gebe es keine unabhängigen Kontrollen. "Diese Labels sind reines Marketing. Da geht es nicht um die Region. Sie reiten einfach auf der Regional-Welle mit", sagte eine SKS-Spezialistin diesbezüglich zum "SonntagsBlick".

"NZZ am Sonntag":

Ein Gönnerverein arbeitet laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" mittels Schweizer Unterstützung an einer Boulevardzeitung für die deutsche Rechtspartei AfD. Der Verein plane die Lancierung einer Zeitung in einer Auflage von 200'000 Exemplaren. Laut dem Blatt, ist der in der Schweiz lebende SVP-Werber Alexander Segert am Projekt beteiligt. Der Schöpfer der Schäfchen-, Minarett- und Burka-Plakate soll unter anderem für die Gestaltung zuständig sein. Segert betonte im Interview mit der "NZZ am Sonntag", lediglich Auftragnehmer zu sein. Auch vom Knüpfen eines Netzwerks von europäischen Rechtspopulisten will Segert nichts wissen.

"SonntagsBlick":

Die drohende Ausschaffung eines homosexuellen Nigerianers hat unlängst landesweit für Schlagzeilen und Proteste gesorgt. Laut einer Meldung des "SonntagsBlick" macht das Staatssekretariat für Migration (SEM) nun eine Kehrtwende in dem Fall. Der Nigerianer werde als Flüchtling anerkannt und dürfe vorerst in der Schweiz bleiben. Als Grund für das Einlenken schreibt die Zeitung, dass ein Angestellter der Schweizer Botschaft in Nigeria eigens ins Heimatdorf des Nigerianers gereist sei und Abklärungen vor Ort getätigt habe. Die Bewohner des Dorfes bestätigten dabei offenbar, dass der Nigerianer aufgrund seiner Homosexualität unter Todesdrohungen aus dem Dorf vertrieben worden war. Das SEM hatte r diese Fluchtgeschichte vorher nicht geglaubt.

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag":

Offenbar hat der US-Schauspieler und Kunstliebhaber Brad Pitt in den vergangenen Tagen nicht nur Glastonbury, London, Zürich und Venedig besucht, sondern ist auch in die Ostschweiz gereist. Pitt besuchte laut einer Meldung der "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" als Begleiter eines New Yorker Künstlers eine St. Galler Kunstgiesserei. Es sei die Rede von einem geheimen Grossauftrag des Künstlers. Pitt habe sich zudem den Betrieb, wo einige der einflussreichsten Gegenwartskünstler wie Jeff Koons, Paul McCarthy oder Urs Fischer ihre Skulpturen herstellen lassen, zeigen lassen.

"NZZ am Sonntag":

Das Schweizer Filmschaffen steht punkto Marktanteil und Festivalerfolge im europäischen Vergleich schlecht da. Während Länder wie Tschechien (28%), Dänemark (26%) oder Schweden (22%) im Schnitt der vergangenen zehn Jahre Heimmarktanteile von über 20 Prozent erreichten, betrug der Marktanteil des Schweizer Films in den Jahren 2006 bis 2015 nur rund 5 Prozent. Damit belegt die Schweiz Platz 21 von 25 Ländern. Noch schlechter sieht es an der Festivalfront aus. Nur vier Schweizer Produktionen wurden in den Jahren 1998 bis 2017 in den Wettbewerb eines der drei grossen Festivals von Cannes, Venedig und Berlin eingeladen. Damit belegt die Schweiz Platz 22 von 25 Ländern. Dies ergab eine Auswertung der hauseigenen Filmzeitschrift "Frame", die der "NZZ am Sonntag" beiliegt.

"SonntagsBlick":

Laut dem "SonntagsBlick" reist Bundesrat Ueli Maurer kommende Woche nach Hamburg zum G-20-Gipfel. Er werde dort zusammen mit Staatssekretär Jörg Gasser an einem Abendessen mit den Finanzministern der grössten Wirtschaftsnationen teilnehmen. Ein Sprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements führt die aussergewöhnliche Teilnahme eines Schweizer Magistrats an dem Treffen auf die guten Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Gastgeberland Deutschland zurück. Gleichzeitig meldet das Blatt, dass die Schweiz - um mögliche Krawalltouristen aufzuhalten - ihre Grenzkontrollen verstärke. Grenzwachtkorps-Sprecher Walter Pavel sagte gegenüber dem "SonntagsBlick": "Im Zusammenhang mit dem G-20 führen wir Schwerpunktkontrollen durch."

"SonntagsZeitung":

Die Versicherung Axa-Winterthur hat laut einer Meldung der "SonntagsZeitung" mehr als 250'000 Unfälle ausgewertet und eine interessante Entdeckung gemacht: Teure und grosse Fahrzeuge aus der Kategorie Transporter wie die Pick-ups VW Amarok oder Dodge Ram haben gegenüber dem Durchschnitt eine um 25 Prozent erhöhte Unfallhäufigkeit. Ebenfalls markant erhöht ist die Unfallhäufigkeit bei Luxusautos wie etwa beim Mercedes S500. Bei Letzterem beträgt das Plus rund 20 Prozent. Deutlich über dem Durchschnitt liegen auch die Werte von Autos der oberen Mittelklasse (+15 Prozent) sowie solchen der Kategorie SUV/Geländewagen (+10 Prozent).

(AWP)