Einstiger UBS-Manager in Hongkong der Bestechung für schuldig gesprochen

Ein einstiger Banker der UBS ist von einem Gericht in Hongkong der Bestechung für schuldig gesprochen worden. Dies teilte am Freitag die Hongkonger Antikorruptionsbehörde ICAC mit, welche den Banker im Rang eines stellvertretenden Direkotrs angeklagt hatte. Wie hoch die Strafe ausfallen wird, beschliesst das Gericht im November.
27.10.2017 13:15

Nach Angaben der ICAC war der Verurteilte beim Ablger der UBS in Hongkong für das Global Wealth Management und das Business Banking tätig. Im Jahr 2007 soll der mittlerweile 40-Jährige einen Kunden aus China von Aktienanlagen in Hongkong überzeugt haben. Gemäss ICAC vertraute der Kunde bei der Verwaltung seiner Anlagen vollständig dem damaligen UBS-Angestellten. Für seine Dienste liess dieser sich mit 20% des erzielten Anlagegewinns entschädigen.

Der Kunde liess dem einstigen UBS-Angestellten die Gewinnanteile mittels Checks zukommen, die schliesslich auf Konten des Bruders des Verurteilten ausbezahlt wurden. Insgesamt nahm der einstige UBS-Angestellte so 1,5 Mio Hongkong-Dollar entgegen, was gegenwärtig knapp 200'000 CHF entspricht.

Die UBS hatte nach Auffliegen des Falls der ICAC ihre volle Kooperation zugesichert.

jr/ra

(AWP)