Euro fällt zum Franken auf neues Jahrestief

Der Euro hat am Freitagnachmittag zum Franken weiter nachgegeben und dabei ein neues Jahrestief markiert. Grund dafür ist vor allem der rasante Kursverfall der türkischen Lira und die Sorgen, dass einige europäische Banken deswegen in Schwierigkeiten geraten könnten. Der Franken stellt damit einmal mehr seine Funktion als "sicherer Hafen" unter Beweis.
10.08.2018 17:00

Um 16.02 Uhr kostet der Euro 1,1355 Franken, nachdem er am frühen Morgen noch im Bereich von 1,1450 gehandelt worden war. Das neue Jahrestief wurde gegen 16 Uhr bei 1,1348 markiert.

Auch zum US-Dollar avancierte die hiesige Währung am Freitag etwas, allerdings hielt sich die Aufwertung zum Greenback in Grenzen. Zur Berichtszeit werden für einen Dollar 0,9941 Franken gezahlt, am frühen Morgen waren es noch etwa 0,9972 gewesen.

Sorgen vor möglichen negativen Auswirkungen der Währungskrise in der Türkei auf Europa, vor allem auf deren Banken, würden den Euro unter Druck setzen, hiess es in Marktkreisen. Zuvor hatte die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass der Kursverfall der türkischen Lira der Bankenaufsicht der EZB zunehmend Sorge bereite.

cf/tp

(AWP)