Euro wieder unter 1,18 USD - Katalonien-Konflikt belastet

Eine weitere Zuspitzung im Katalonien-Konflikt hat den Euro am Donnerstag belastet. Im Vormittagshandel fiel die Gemeinschaftswährung wieder unter 1,18 USD auf ein Tagestief bei 1,1768 USD, notiert inzwischen mit 1,1795 USD wieder etwas höher. Dabei konnte der Euro am frühen Morgen noch an die Kurserholung vom Mittwoch anknüpfen und war zeitweise bis auf 1,1822 USD gestiegen.
19.10.2017 11:40

Der Schweizer Franken stieg derweil sowohl zum Euro wie auch zum Dollar leicht an. Der Euro-Franken-Kurs notiert auf 1,1546 CHF nach 1,1574 am Morgen, während der Dollar-Franken-Kurs bei 0,9786 nach zuvor 0,9808 CHF steht.

Der jüngste verbale Schlagabtausch zwischen der Regionalregierung Kataloniens und der spanischen Zentralregierung in Madrid sorgte für Verkaufsdruck beim Euro. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hatte die ultimative Forderung der spanischen Zentralregierung zur Beendigung aller Abspaltungsbestrebungen nicht befolgt.

Stattdessen erneuerte Puigdemont in einem von katalanischen Medien veröffentlichten Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy sein Dialogangebot, droht aber im Falle härterer Massnahmen mit der Ausrufung der Unabhängigkeit. In einer ersten Reaktion auf den Puigdemont-Brief hiess es aus Madrid, dass die Zentralregierung die Aussetzung der derzeit geltenden Autonomie Kataloniens vorantreiben will. jkr/jsl/jha/jl/dm

(AWP)