Ex-BSI-Banker muss wegen Geldwäscherei-Skandal hinter Gitter

Singapur/Zürich (awp/sda/reu) - Ein ehemaliger Mitarbeiter der Tessiner Privatbank BSI muss wegen des milliardenschweren Geldwäscherei-Skandals um den malaysischen Staatsfonds 1MDB hinter Gitter. Ein Gericht in Singapur verurteilte den Banker am Freitag zu einer Gefängnisstrafe von 18 Wochen.
11.11.2016 12:25

Er war bei der BSI in Singapur für die Beziehung der Bank zu dem Staatsfonds verantwortlich. In dem Verfahren wurden ihm Fälschung und unterlassene Mitteilung von verdächtigen Transaktionen vorgeworfen.

Der Banker hatte sich vor Gericht in vier von sieben Anklagepunkten schuldig bekannt und wurde neben der Gefängnisstrafe zu einer Geldbusse verurteilt. Wegen der Verwicklung in den milliardenschweren Geldwäsche-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB hatten die Behörden die Zweigstelle von BSI in Singapur im Mai geschlossen.

Die Bank selbst wurde von der Schweizer Konkurrentin EFG International übernommen. In Zusammenhang mit 1MDB laufen in mindestens sechs Ländern Untersuchungen, darunter auch in der Schweiz und in den USA.

mk

(AWP)