Finma regelt Bestimmungen für neu geschaffene Fintech-Bewilligung

Unternehmen, die der neu geschaffenen Fintech-Bewilligung unterstehen, sollen von einem geringeren Prüfumfang profitieren als herkömmliche Banken. Die Finanzmarktaufsicht Finma hat nun die Anpassung ihres Rundschreibens in die Anhörung geschickt, wie sie am Freitag mitteilte.
15.03.2019 11:46

Die neue Bewilligungskategorie für Fintech-Unternehmen gibt es seit Anfang 2019. Unternehmen mit dieser speziellen Bewilligung können Einlagen bis zu maximal 100 Millionen Franken entgegennehmen. Das Interesse an der neuen Kategorie ist offenbar vorhanden: "Wir sind aktuell mit verschiedenen an der Fintech-Bewilligung interessierten Gesellschaften in Kontakt", sagte ein Sprecher am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Die Anforderungen für Fintech-Unternehmen lehnen sich an das Prüfwesen bei Banken und Effektenhändlern an, so die Finma. Allerdings gelte für die betroffenen Institute ein geringerer Prüfumfang und eine vereinfachte Berichterstattungspflicht, die auf die besonderen Risiken von Fintech-Geschäftsmodellen fokussiert sei.

In einem weiteren Rundschreiben präzisiert die Finma zudem die Bestimmungen zur sogenannten "Sandbox", also dem "bewilligungsfreien Raum" für Fintechs. Im Rahmen der "Sandbox" können die Unternehmen Publikumseinlagen bis zum Gesamtbetrag von 1 Million Franken anlegen. Untersagt bleibt ihnen aber das Betreiben eines Zinsdifferenzgeschäfts, das Banken vorbehalten bleibt. In der Revision des Rundschreibens präzisiert die Finma nun den Begriff des Zinsdifferenzgeschäfts.

Die Anhörung zur Teilrevision der Rundschreiben dauert bis zum 15. Mai 2019. Sie soll im Herbst 2019 in Kraft treten.

tp/tt

(AWP)