Geberit-Aktien leiden unter Goldman Sachs-Abstufung

Die Aktien des Sanitärtechnikers Geberit starten am Freitag schwach in den Handel. Die Papiere werden von einer Studie der US-Bank Goldman Sachs belastet. Die zuständige Analystin empfiehlt Geberit insbesondere mit Blick auf die hohe Bewertung nicht mehr zum "Kauf".
31.03.2017 10:17

Bis um 09.50 Uhr büssen Geberit in einem sowieso schon schwächer tendierenden Gesamtmarkt 2,0% auf 430,60 CHF. Der SMI verliert 0,52%. Mit den heutigen Einbussen geben Geberit die seit Mitte März erzielten Kursgewinne auf einen Schlag ab. Seit Jahresbeginn stehen die Titel aber immer noch mit gut 5,5% im Plus.

Goldman Sachs hat das Rating für die Geberit-Aktie auf "Neutral" von "Buy" gesenkt und nimmt sie gleichzeitig von ihrer "Pan-European Buy"-Liste. Das Kursziel reduziert Analystin Daniela Costa auf noch 430 von zuvor 467 CHF. Seit der Aufnahme auf die Liste hätten die Titel des Sanitärtechnikkonzerns um knapp 45% zugelegt, schreibt sie.

Geberit bleibe aber eine Wachstumsgeschichte mit Potential, sowohl in Europa als auch in Schwellenmärkten, heisst es im Kommentar weiter. Und vom Wachstum im Dusch-WC-Geschäft werde auch die Marge profitieren. Bis 2020 dürfte Geberit mit seinem EPS-Wachstum somit laut Costa weiterhin über dem Durchschnitt liegen. Gleichzeitig rechnet sie aber auch mit wachsendem Druck vonseiten der Rohmaterialkosten auf die Profitabilität.

Nach den enttäuschenden Ergebnissen des vierten Quartals 2016 und dem Gegenwind der von den Rohstoffmärkten her wehe, senke man unter anderem die EBIT-Schätzungen für 2018 um 8%, schreibt Goldman Sachs. Damit lägen die Prognosen für 2017/18 noch um 5% unter den Markterwartungen, erklärt die Analystin. Sie geht zudem davon aus, dass die Aktie derzeit mit einem Bewertungsaufschlag von 55% zum Sektordurchschnitt gehandelt wird.

mk/cf

(AWP)