Idorsia mit starken Kursgewinnen nach guten Studiendaten

(Um Börsen-Schlusskurs aufdatiert) - Idorsia-Aktien sind am Freitag als stärkste Gewinner unter den Titeln im breiten SPI-Aktienindex aus dem Handel gegangen. Investoren reagierten sichtlich angetan auf Daten, die die Actelion-Nachfolgerin zu ihrem Produktkandidaten ACT-541468 (DORA) vorlegte. Dieser erreichte in einer Phase-II-Studie zur Behandlung von Schlaflosigkeit seine Ziele.
28.07.2017 17:58

Idorsia-Aktien legten bis Handelsschluss 6,7% auf 17,50 CHF zu, während der SPI mit +0,01% praktisch auf der Stelle trat. Von ihrem bisherigen Rekordhoch bei 21,30 CHF blieben die Idorsia-Titel aber nach wie entfernt. Dieses hatten sie Ende Juni erreicht - gute zwei Wochen nach ihrer Erstnotiz.

Die Analystenkommentare zu den neuen Studiendaten fielen freundlich aus. Bei Morgan Stanley schrieb Patrick Chen, er habe mit einem positiven Studienergebnis gerechnet. Durch die Daten sehe er sich in seiner fundamentalen Bewertung des Unternehmens bestätigt. Der Experte hebt in dem Kommentar lobend hervor, dass es keine schweren Nebenwirkungen gegeben habe und der Kandidat generell gut vertragen worden sei.

Für ihn gebe es beim Blick nach vorne noch zwei wichtige Katalysatoren: Da wäre einmal die Frage, wie sich Johnson & Johnson mit Blick auf die Entwicklung und Vermarktung von ACT-132577 verhält. Zur Erinnerung: Hierfür gibt es mit J&J eine Kooperationsvereinbarung. Nach Abschluss der Phase-II-Studie hat die J&J-Tochter Janssen Biotech das Recht, der Kooperation mittels eines Milestone-Payments an Idorsia im Betrag von 230 Mio USD beizutreten. Sollte Janssen diesen Schritt vollführen, werden die Parteien zwar gemeinsame Entwicklungsrechte betreffend ACT-132577 haben, allerdings werde Janssen Biotech allein die Produktions- und Kommerzialisierungsrechte innehaben. Die Entwicklungskosten werden laut Vereinbarung geteilt.

Neben ACT 132577 nannte Chen noch Clazosentan als wichtiges Ereignis in den kommenden Monaten. Dieser Kandidat wird derzeit in einer Phase-II-Studie getestet. Der Endothelin-Rezeptor-Antagonist wird als intravenöse Infusion zur Behandlung von zerebralen Gefässspasmen nach einer aSAH entwickelt.

Analyst Peter Welford von Jefferies schloss sich Chen an, dass die Daten grundsätzlich eine gute Nachricht seien. Er könne sich aber vorstellen, dass Idorsia für ein Phase-III-Programm vorzugsweise einen Partner zur Mitfinanzierung an Bord zu bekommen versuche.

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(AWP)