Implenia: Obergericht Zürich weist Berufung im "Fall Letzigrund" ab

Dietlikon (awp) - Das Obergericht Zürich hat die Berufung des Baukonzerns Implenia für erbrachte Leistungen beim Bau des Letzigrund-Stadions abgewiesen. Der Streitwert lag nach Angaben des Unternehmens vom Donnerstag bei rund 20 Mio CHF. Implenia werde das Urteil nun analysieren und nehme zum weiteren Vorgehen "zu gegebener Zeit" Stellung, heisst es weiter.
15.09.2016 11:18

Der Streit zwischen Implenia und der Stadt Zürich zieht sich schon seit vielen Jahren hin. Die Totalunternehmerin hatte 2006 und 2007 das neue Stadion gebaut. Mit der Stadt war eine Pauschale von 96,6 Mio CHF vereinbart, die Schlussabrechnung belief sich aber auf 119,5 Mio.

Implenia stellt sich auf den Standpunkt, die Stadt habe diese Arbeiten nachträglich gewünscht. Es dreht sich um knapp 1400 Änderungswünsche. Die Stadt dagegen ist der Ansicht, die Kosten müsse Implenia tragen, weil es bei den Arbeiten darum gegangen sei, Baumängel am Stadion zu beseitigen.

Das Obergericht stellte sich nun auf die Seite der Stadt, zitiert die sda aus dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Es sei an der Implenia gewesen, die Ausschreibungsunterlagen für den Stadionbau zu prüfen. Fehler und Lücken in diesen Unterlagen berechtigten das Unternehmen nun nicht zu Mehr-Forderungen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann noch innert 30 Tagen ans Bundesgericht weitergezogen werden.

ra/dm

(AWP)