Italien-Chefs von Roche und Novartis drohen Verfahren wegen möglicher Absprachen

Den italienischen Länderchefs von Roche und Novartis drohen in Italien Gerichtsverfahren. Dabei geht es um den Vorwurf, dass sie versucht haben, die Wirksamkeit des Roche-Mittels Avastin in der Behandlung bestimmter Augenkrankheiten zu verleumden, um so den Absatz des gemeinsam vermarkteten Präparates Lucentis zu stützen, berichtet die italienische Agentur ANSA am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.
08.12.2017 08:54

Demnach haben Maurizio De Cicco von Roche und George Schrockn Fuchs von Novartis beide einen Bescheid erhalten, dass die Untersuchungen abgeschlossen seien. Dies ist laut ANSA-Bericht in der Regel der Auftakt für ein Anklage-Gesuch. Den beiden Managern wird vorgeworfen, versucht zu haben, den Absatz von Avastin durch die Streuung falscher Informationen zu behindern. Ziel dieser Aktionen sei es gewesen, damit den Absatz des deutlich teureren Augenmittels Lucentis zu begünstigen.

Die beiden Pharmakonzerne haben in diesem Zusammenhang von den italienischen Wettbewerbsbehörden bereits im Jahr 2014 eine Busse in Höhe von 180 Mio EUR erhalten.

hr/yr

(AWP)